Das Braune Bergschaf

Das Braune Bergschaf ist aus Kreuzungen des ursprünglichen Steinschafes und des Bergamaskerschafes entstanden. Haupthaltungsgebiet ist das Alpen- und Voralpenland sowie Bayern. Einzelne Zuchtbetriebe sind über das ganze Bundesgebiet verteilt.

Bei der Rasse handelt es sich um ein mittelgroßes bis großes Landschaf mit einer cognacfarbenen bis sattbraunen Wolle in einer Feinheit von 32 bis 36 Mikron. Der Wollertrag liegt zwischen 4 und 5 kg je Schaf. Eine zweimalige Schur im Jahr wird empfohlen. Die Wolle wird zu Strickwaren, Teppichen und dem begehrten Lodenstoff verarbeitet. Die Vermarktung erfolgt zum größten Teil durch den Züchter selbst.

Eine besondere Eigenschaft der Rasse ist ihre gute Anpassungsfähigkeit an raue Hochgebirgsbedingungen. Die Schafe haben sehr harte Klauen und besitzen eine gute Steig- und Trittsicherheit durch die sie auch schwer zugängliche Hänge erreichen. Der schmale, ramsnasige Kopf trägt lange, breite und hängende Ohren.

Zuchtziel ist ein frühreifes Schaf mit besten Muttereigenschaften, hoher Fruchtbarkeit und einem asaisonalen Brunstverhalten durch das eine dreimalige Lammung innerhalb von zwei Jahren erfolgen kann. Die Erstzulassung ist mit acht Monaten möglich. Böcke erzielen ein durchschnittliches Gewicht von 85-110 kg, Mutterschafe von 70-80 kg. Die tägliche Zunahme liegt im Bereich von 230-300 g. Das Lebendgewicht von handelsüblichen Schlachtlämmern liegt bei ca. 42 kg und kann in etwa 6-7 Monaten erreicht werden. Eine Besonderheit des Lammfleisches liegt im rassebedingt geringen Fettansatz.

Das Braune Bergschaf ist eine vom Aussterben bedrohte Schafrasse und steht auf der Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH).

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